Einfach mal beten

Früher, bevor ich zu Jesus gehörte, habe ich mich oft mal gefragt „was soll das mit dem Gebet?“. Einerseits der Gedanke,  warum sollte ich für jemanden beten, wenn für mich doch auch niemand betet. Andererseits hab ich mich gefragt, was das Beten überhaupt bringt. Da draussen ist doch gar nichts, nichts das mein Gebet, rufen, schreien, weinen (wenn auch Nachts in das Kissen) hört. Da ist nichts und niemand, also warum das alles? Geschrien habe ich trotzdem öfter mal: wenn es mir schlecht ging, wenn mal wieder alles gefühlt gegen mich war, wenn eine Beziehung in die Brüche ging und manchmal auch nur wenn ich einfach alleine war. Doch Gebete waren das nicht. Das war mehr Frust der raus musste, Verlust der raus musste, Angst die raus musste und Gefühle die raus mussten.

Heute bete ich oft und zu vielen Gelegenheiten und manchmal höre ich mich sagen: „dann lass uns doch beten“. Da erschrecke ich manchmal und auch über mich selbst- habe ich das etwa gesagt? Weil so „richtig“ der Beter bin ich eigentlich gar nicht, oder etwa doch? Andere beten doch viel mehr. Ich sehe andere einfach an einem Tisch oder auf der Wiese sitzen und beten, manche gehen dafür in einen Gebetsraum und manche machen einen Spaziergang im Wald. Egal wie und wo, gebetet wird hier auf der Bibelschule sehr viel! (ist ja auch klar, hier ist der Platz und die Zeit dafür 🙂 Nein, das stimmt nicht, für Gebet ist überall der Platz und die Zeit. Bei der Arbeit, in der Schule, beim Radfahren, beim Autofahren und so weiter.

Seid fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, seid beharrlich im Gebet! Römer 12,12

Was steht da? Fröhlich in Hoffnung, in Bedrängnis haltet stand, egal was kommt oder wie du dich fühlst und wo du gerade stehst im Leben, ob es schlecht läuft oder mega gut, bleib dran und zwar beharrlich aber eben im Gebet. Beharrlich in diesem.

Dazu möchte ich dich jetzt ganz persönlich herausfordern, egal wer diesen Text jetzt liest. Bete.

Wenn du auch nicht an Gott glaubst, wie ich früher, und du weisst aber, dass es da draussen mehr gibt als wir Menschen uns das nur vorstellen können, dann fordere ich dich jetzt auf, es einmal zu tun. Bete. Nicht für dich oder irgendetwas. Bete für jemanden, tritt in der Fürbitte für jemanden ein. Du kennst jemand dem es zur Zeit nicht gut geht oder krank ist. Dann tritt du heute und jetzt für diese Person im Gebet ein. Auch wenn du noch nie gebetet hast, trau dich! Sag einfach: Jesus, der oder der ist … (krank, geht’s nicht gut, egal was es ist) .. und ich bitte dich das du beistehst.

Vielleicht nicht nur der Person sondern auch der Familie. Wiederhole das immer wenn du an die Person denkst und schau was passiert. Warte ab, Tage oder auch Wochen. Gebete sind mächtig und helfen.

So wurde Petrus nun im Gefängnis bewacht; von der Gemeinde aber wurde unablässig für ihn zu Gott gebetet. Apostelgeschichte 12,5