Von Wattewolken und echtem Frieden

Inzwischen sind wir über vier Wochen wieder in Balingen. Der Unterschied zum Glaubenszentrum ist schon enorm. Beides hat Vor- und Nachteile. Und doch genieße ich es auch sehr hier zu sein. Es ist auch keine „Überbrückungsphase“. Nein, es ist jetzt dran hier zu sein und im September dann eben wieder in Niedersachsen. Alles hat seine Zeit.

Ein ganz ganz großes Plus ist ein Moment wie genau dieser: Im Bett fläzen, über den Bildschirmrand blicken und auf eine riesige Fensterfront schauen die einen wunderschönen Himmel zeigt. Hellblauer Hintergrund mit vielen weißen Wattewolken davor. Vogelgezwitscher nehme ich wahr. Und wieder genieße ich die Stille.

Inzwischen arbeiten wir nun bereits seit 3 Wochen wieder. Wir bekamen einen sehr anstrengenden Job in der Medizintechnik für den wir zugleich aber auch sehr dankbar sind. Wechselschichten erlauben in wöchentlichem Wechsel das Ausschlafen und zugleich den skeptischen Blick auf einen Wecker der sich erlaubt um bereits 4:30 Uhr enorm laute Geräusche von sich zu geben.

Ich nehme wahr, das ich wesentlich freier bin als noch vor rund 9 Monaten. Da hat sich viel getan in mir in Sachen Erwartungshaltung, Anspruchsdenken und einem so oft wahrgenommenen „gehetzt sein“. In 2. Korinther 3,17 steht: Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Und Gottes Geist arbeitet an mir. Nach wie vor. Ich werde frei von Kränkungen der Vergangenheit, Druck den andere auf mich ausüben wollen oder wollten und werde frei von eigenen falschen Motiven. Ich musste Gott kennen lernen um zu sehen dass es eben nicht einfach alles „so ist“ sondern dass alles mit und durch Gott sich ändern kann. Da ist keine Begrenzung. Da erfahren Umstände nach Jahrzehnten noch eine komplette Wandlung. Weil er es kann. Wir müssen es nur zulassen. Ihn machen lassen. Ihn darum bitten. Ihn auf den ersten Platz unseres Lebens setzen. Ich erfahre heute einen Frieden wie ich ihn mir nie vorstellen konnte. Wie er sich mit Alkohol, durch Menschen oder irgendeinen esotherischen Mist nicht stillen ließ. Ganz im Gegenteil. Schaden und mehr Schaden holte ich mir ins Haus. Stärke nach Außen gelebt und innerlich doch so oft am Stock gegangen. „Das macht man halt so“ „Schaffen schaffen Häusle bauen“ „Was zählt ist was man vorzeigen kann“… NEIN! Was zählt ist Gott! Was zählt ist, was er für mich getan hat als er für all meine Sünden ans Kreuz ging! Was zählt ist ihn zu kennen und ihm sein Leben anzuvertrauen! Denn nur dann kann es bergauf gehen. Wie meinte mein Mann einmal so schön in einem seiner Kapitel…. wenn ich damals nur gewusst hätte was ich heute weiß….