Zeugnis von Daniel

Nur ein Gebet entfernt

Hey,

ich heiße Daniel Wenzek, bin 30 Jahre alt und seit dem 10. Juni 2017 mit meiner Frau Anika verheiratet. Am 15. Mai 2018 kam unsere süße Tochter Amelie zur Welt. Zu meinem Hintergrund:

Ich komme aus einer christlich geprägten Familie mit drei Geschwistern.

In die pfingstlich-charismatische Ecclesia-Gemeinde in Stadthagen hineingeboren, verbrachte ich dort meine ganze Kindheit bis zur Jugend und wirkte bei den Royal Rangers (christliche Pfadfinder) und im Lobpreisteam als Schlagzeuger mit. Mit 13 Jahren hatte ich auf einer Jugendfreizeit in Bielefeld meine erste Begegnung mit Gott. Während eines Gottesdienstes bot der Pastor ein Heilungsgebet an und es meldete sich eine Frau, die unter starken Rückenschmerzen litt. Der Pastor rief sie nach vorne. Da ihr rechtes Bein ungefähr 10 cm zu kurz war, musste sie sich auf eine Krücke stützen. Sie setze sich genau neben mir in die erste Reihe und der Pastor fing an für Heilung zu beten. Was ich dann sah, sollte mich in der Zukunft wieder zu Jesus führen. Ich sah wie das kürzere Bein wuchs, sodass beide Beine am Ende gleich lang waren. Sie stand auf und war geheilt. Ihre Rückenschmerzen waren verschwunden und sie warf die Krücke weg. Ich war verblüfft und mir fiel die Verarbeitung etwas schwer. Trotz allem verlor ich mit 15 Jahren das Interesse an der Gemeinde, Jugend und Gott. Zunächst besuchte ich die Gottesdienste nicht mehr regelmäßig und nach einiger Zeit gar nicht mehr.

Ich fing danach eine Ausbildung zum Karosserie- und Fahrzeugbauer an und entdeckte mich mit 16 als Dj. Nicht lange und ich rauchte meinen ersten Joint. Nach meiner Ausbildung beschloss ich nach Hannover zu ziehen, da ich dort Arbeit gefunden hatte. Mein Hobby als Dj nahm dort richtig Fahrt auf und ich fing an für die Hells Angels am Steintor elektronische Musik aufzulegen. Um die Nächte durch machen zu können, fing ich an harte Drogen zu nehmen. 10 Jahre später hatte ich alles an Drogen ausprobiert, was es so auf dem Markt gab. Mein Leben verfinsterte sich immer mehr. Ich hatte so einiges Schreckliche live miterlebt, lebte fast nur noch im Rauschzustand, verlor meinen Führerschein, meine Arbeit und hatte am Ende nichts mehr zu Essen. Meine Nerven lagen blank, denn es ging nur noch um Drogen. Alles andere war mir egal. Dadurch wurde mein Leben zu einer einzigen Lüge und Sackgasse.

Ich wollte nicht mehr so leben und erinnerte mich an den Gott meiner Kindheit und auch an das miterlebte Heilungswunder. Mir kam der Gedanke, dass nur Jesus mir aus meiner Verlorenheit heraushelfen kann. Ich ging ins Gebet und bat Jesus um Verzeihung und Befreiung. Danach legte ich mich schlafen. Als ich am nächsten Tag aufstand, war mein Suchtverlangen verschwunden. Jesus hatte mich ins Licht geholt, ich war frei! Es kam eine unbeschreibliche Freude in mir auf. Jesus allein hatte mich geheilt, ohne dass ich eine Therapie machen musste.

Ab dem Zeitpunkt war für mich klar, dass ich nicht mehr in Hannover leben wollte. Ich bewarb mich in der Schweiz und Österreich als Schlosser und ließ Jesus entscheiden, wo es für mich hingehen sollte. Einen Tag später rief mich auch schon die österreichische Firma an und fragte, ob ich bei ihnen anfangen wollte. Ich gab meine Wohnung auf und zog im Vertrauen auf Jesus, dass er schon alles richtig machen würde, mit nur einem Koffer voll Kleidung nach Österreich. Tage später suchte ich über das Internetportal „Christ sucht Christ“ neue Freunde und Jesus schickte mir Brüder und Schwestern, die mir halfen, den richtigen Weg weiter zu gehen und mit denen ich heute noch in Kontakt stehe.

Im September 2016 entschied ich mich in meiner Heimatgemeinde in Stadthagen taufen zu lassen, um mein altes Leben endgültig hinter mir zu lassen. Von da an fing das Abenteuer und die schönste Zeit meines Lebens an. Ich las viel in der Bibel und konnte einmal auch laut und deutlich hören, wie Jesus zu mir sagte: „Daniel, bitte vergiss mich nicht!“ Diese Worte brannten sich in meinen Kopf ein. Ich ging schlafen und bekam sehr unvergessliche und reale Träume, als wäre ich wach. Besonders ein Traum war für mich sensationell und wunderschön. In diesem Traum sah ich mein ganzes Leben von dem Zeitpunkt an als ich noch in die Grundschule ging bis ich frei wurde. Am Ende des Traumes war ich an einem Flughafen und fuhr eine Rolltreppe hoch. Auf einmal stand ich in einem Glashaus, in dem Abendmahlkelche auf dem Boden aufgestellt waren. Denen folgte ich bis ich eine Person im Licht sah. Überwältigt warf ich mich auf die Knie und die Person half mir auf. Sie reichte mir einen Kelch mit Wein, woraus ich dann trank. In diesen Moment überkam mich eine unbeschreibliche Liebe, die ich nicht erklären kann. Diese Person war so wunderschön. Im selben Moment wachte ich aus dem Traum auf und konnte mich kaum beruhigen. Ich musste gefühlt 15 Minuten nach Luft schnappen, weil ich auf diese Schönheit nicht klar kam.

Ich wusste, dass das was ich gesehen hatte irgendetwas heiliges war, aber zu diesem Zeitpunkt konnte ich es mir nicht erklären. Ich ging also ein halbes Jahr ins Gebet und fragte Gott, was das war. Ich bekam die Antwort in einem weiteren Traum, in dem ich nichts sah und nur eine Stimme hörte, die zu mir sagte: „Daniel, ich war es, Jesus, den du gesehen hast. Ich wollte dir damit zeigen, dass du nun zu mir gehörst und das dein Auftrag ist, von mir zu erzählen, dass ich wahrhaftig lebe und real bin.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte Jesus mich wieder zurück in mein Elternhaus geführt, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der österreichischen Firma arbeiten konnte. In Gesprächen mit meiner Mutter erzählte sie mir, dass sie in den 10 Jahren meiner Drogenabhängigkeit jeden Tag für meine Errettung gebetet hatte. Ich wollte nicht mehr alleine sein. Jesus hatte mir so viel Liebe geschenkt und die wollte ich mit jemanden teilen. Ich bat Jesus in einem Gebet mir doch eine Frau zu geben und erinnerte mich an meinen Account bei „Christ sucht Christ“. Gleich am nächsten Tag kam ich auf das Profil von einer Anika. Ich sah ihr Bild und Gott sagte zu mir: „Das wird deine Frau.“ Wir traten in Kontakt und verabredeten uns zu einem Date für den nächsten Sonntag in ihrer Gemeinde in Salzgitter. Als wir uns an diesem Abend verliebt verabschiedeten, ahnten wir, dass wir zusammen gehören.

Später erzählte mir Anika, dass Gott ihr während des Gottesdienstes ebenfalls gesagt hatte, dass ich ihr Ehemann werde. Von da an war uns klar, dass unsere Beziehung auch Gottes Wille ist. Zwei Monate später verlobten wir uns in Wien und acht Monate später feierten wir unsere Hochzeit. Nun kam vor drei Wochen unsere erste Tochter Amelie zur Welt. Ich kann es manchmal kaum fassen, wie viel Gnade mir Gott in diesen zwei Jahren schenkte seitdem als ich frei geworden bin und mein Leben nach seinem Willen ausrichtete und lebe.

Jetzt möchte ich nur noch Gott dienen. Aus Liebe motiviert helfe ich daher u.a. Kindern und Jugendlichen aus Brennpunkten Salzgitters in der christlichen Einrichtung „Jumpers“. Und ein neues Abenteuer steht an: Im September ziehe ich mit meiner kleinen Familie nach Bad Gandersheim zum Glaubenszentrum um. Wir wollen die Bibelschulzeit nutzen um zu lernen, wie man die frohe und freimachende Botschaft von Jesus verschiedenen Menschen weitergibt.